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Bürgergeld oder Wohngeld 2026 — was steht dir zu?

Beide Leistungen schließen sich aus. Hier erfährst du den Unterschied — und wann sich welche lohnt.

Der wichtigste Unterschied: Bürgergeld deckt den gesamten Lebensunterhalt ab — Regelbedarf plus Kosten für Unterkunft und Heizung. Wohngeld ist dagegen nur ein Zuschuss zur Miete. Weil das Bürgergeld die Wohnkosten bereits enthält, kann man nicht beides gleichzeitig beziehen.

Bürgergeld vs. Wohngeld im Vergleich

KriteriumBürgergeld (SGB II)Wohngeld (WoGG)
ZweckGesamter Lebensunterhalt (Regelsatz + Miete + Heizung)Nur Zuschuss zur Miete
Für wenErwerbsfähige Hilfebedürftige (SGB II)Haushalte mit eigenem, aber niedrigem Einkommen
BehördeJobcenterWohngeldstelle der Kommune
Einkommendarf den Bedarf nicht deckenmuss den Lebensunterhalt grundsätzlich selbst decken
Vermögensprüfungja (Schonvermögen)nur grobe Prüfung erheblichen Vermögens
Beides gleichzeitig?schließt Wohngeld ausnicht neben Bürgergeld (KdU schon enthalten)

Wann lohnt sich was?

Einkommen deutlich unter dem Bedarf → Bürgergeld

Beispiel: Alleinstehend, 500 € Kaltmiete, 80 € Heizung. Der Bürgergeld-Bedarf liegt bei 1.143 € im Monat. Wer dieses Niveau mit eigenem Einkommen nicht erreicht, ist im Bürgergeld richtig — es füllt die Lücke bis zum Bedarf auf.

Einkommen knapp über dem Bedarf → Wohngeld

Wer seinen Regelbedarf aus eigenem Einkommen deckt, aber bei der Miete entlastet werden möchte, beantragt Wohngeld. Es bezuschusst die Miete einkommensabhängig — ohne die Mitwirkungspflichten des Jobcenters.

Familien → oft Wohngeld + Kinderzuschlag

Für Familien mit geringem Erwerbseinkommen ist die Kombination aus Wohngeld und Kinderzuschlag häufig günstiger als Bürgergeld — und hebt den Haushalt aus dem Leistungsbezug. Diesen Weg solltest du immer prüfen.

Häufige Fragen

Kann ich Bürgergeld und Wohngeld gleichzeitig bekommen?

Nein. Beide Leistungen schließen sich aus, weil das Bürgergeld die Kosten für Unterkunft und Heizung bereits enthält. Wer Bürgergeld bezieht, hat keinen Anspruch auf Wohngeld — und umgekehrt.

Was ist der Unterschied zwischen Bürgergeld und Wohngeld?

Bürgergeld sichert den gesamten Lebensunterhalt (Regelbedarf plus Miete und Heizung) für erwerbsfähige Hilfebedürftige und wird vom Jobcenter gezahlt. Wohngeld ist nur ein Zuschuss zur Miete für Haushalte, die ihren übrigen Lebensunterhalt aus eigenem Einkommen bestreiten — beantragt bei der Wohngeldstelle.

Wann lohnt sich Wohngeld statt Bürgergeld?

Wenn dein Einkommen knapp über dem Bürgergeld-Bedarf liegt oder wenn Wohngeld zusammen mit dem Kinderzuschlag deinen Bedarf deckt, ist dieser Weg meist günstiger und mit weniger Auflagen verbunden. Liegt dein Einkommen deutlich unter dem Bedarf, ist Bürgergeld die richtige Leistung.

Was ist mit Kinderzuschlag?

Familien mit geringem Erwerbseinkommen können statt Bürgergeld oft Wohngeld plus Kinderzuschlag beziehen. Diese Kombination hebt viele Haushalte aus dem Bürgergeld-Bezug und ist meist vorteilhafter. Der Kinderzuschlag wird bei der Familienkasse beantragt.

Nächste Schritte

Stand 2026. Orientierung — kein Rechtsrat. Über Wohngeld entscheidet die Wohngeldstelle, über Bürgergeld das Jobcenter.